Bisher bei Seret: Killing KasztnerTHE JEW WHO DEALT WITH NAZIS

Sonntag, 6. März 2011, 14.15 Uhr

Gruppenbild aus Killing Kasztner

ICZ-Gemeindezentrum Lavaterstrasse 33, 8002 Zürich, Grosser Saal
CHF 25.- / Mitglieder 15.-

Reszö Kasztner: Retter oder Kollaborateur?

Themennachmittag in Anwesenheit der Regisseurin Gaylen Ross und Zeitzeuge

Der spannungsgeladene Dokumentarfilm untersucht die Geschichte des ungarisch-jüdischen Rechtsanwalts und Journalisten Reszö Kasztner der 1944 im besetzen Budapest direkt mit Adolf Eichmann verhandelte und es fertigbrachte, annähernd 1700 ungarische Juden mit einem Zug in die Schweiz zu bringen. Dennoch wurde Kasztner in seiner späteren Heimat Israel der Kollaboration bezichtigt. Ein Verleumdungsprozess stempelte ihn ab als «Mann der seine Seele dem Teufel verkauft hat». Das oberste Gericht von Israel machte das Urteil rückgängig, doch die Rehabilitierung kam für Kasztner zu spät. 1957 wurde er in Tel Aviv von einem jüdischen extremisten ermordet.

Programm

12.00
LESUNG MIT LADISLAUS LÖB

Der Autor liest aus seinem Buch «Geschäfte mit dem Teufel». Die Tragödie des Judenretters Rezsö Kaszstner – bericht eines Überlebenden (2010). In Zusammenarbeit mit der Kulturkommission ICZ

13.15 LUNCH

14.15 Killing Kasztner: The Jew who dealt with nazis

Regie: Gaylen Ross; Drehbuch: Gaylen Ross, Andrew Cohen Produzenten: Andrew Cohen, Tony Tabatznik, Gaylen Ross, Gus d. Samios, Noam Shalev, Anne Feinsilber
120 Minuten, Englisch und Hebräisch /englische Untertitel

16.30 Podiumsdiskussion

mit der Regisseurin Gaylen Ross, Zsusi Kasztner und den Zeitzeugen Ladislaus Löb und Suzanne Gundelfinger

Filmkritik

Die amerikanische Regisseurin Gaylen Ross hat die Geschichte acht Jahre lang recherchiert. Es ist ihr gelungen, den Mörder dazu zu bewegen, vor laufender Kamera über seine damaligen Beweggründe zu sprechen. Auch im Film zu sehen ist die erschütternde Begegnung zwischen dem Mörder und Kasztners Tochter Zsuzsi. Weil die Geschichte einen direkten Bezug zur Schweiz hat (der Zug fuhr Ende 1944 von Bergen-Belsen nach Caux und Montreux) kommt der Schweizer Erstaufführung besondere Bedeutung zu.


«Killing Kasztner» wurde von der «Jerusalem Post« als einer der zehn besten Filme des Jahres genannt sowie von der «Los Angeles Times» als einer der herausragendsten Dokumentarfilme 2010. www.killingkasztner.com


Gaylen Ross produziert und inszeniert seit 25 Jahren international anerkannte Dokumentarfilme. Zwei ihrer Filme, die Killing Kasztner vorausgegangen sind – «Dealers among Dealers» (über Diamantenhändler) sowie «Blood Money: Switzerland‘s Nazi Gold» – sind in Kino und Fernsehen gezeigt und prämiert worden.

Über diese Seite

Kino aus der jüdischen Welt