Bisher bei Seret: Mr. Kaplan

Sonntag 23. August 2015, Matinée um 12 Uhr

Bild aus dem Film

Kino Arthouse Movie 2, Nägelihof 4, 8001 Zürich
CHF 18.- / Mitglieder ICZ, JLG* CHF 13.-
* Reduktion gegen Vorweisen des Mitglieder-Ausweises;
Vorverkauf eröffnet an allen Arthouse Kinokassen.

MR. KAPLAN – ein Film von Álvaro Brechner, Uruguay 2014


Nach dem Erstling «Mal día para pescar» (Schlechter Tag zum Fischen), der 2009 zum vielfach nominierten und häufig ausgezeichneten Festivaltitel avancierte, bestätigt Álvaro Brechner sein Talent mit der reizenden und intelligent gefertigten Komödie «Mr. Kaplan». Über die vordergründige Detektivgeschichte um einen vermeintlichen Nazi in Südamerika betrachtet der Uruguayer mit einem Augenzwinkern auch das Älterwerden. «Ein kleiner, aber feiner Film, der mit origineller Bildgestaltung und herrlicher Situationskomik überzeugt. Nachsichtig gegenüber Allzumenschlichem, erzählt er vom Wunsch, auf dieser Welt Spuren zu hinterlassen.» (Frame)

Programm

12.00 EINFÜHRUNG

12.05 MR. KAPLAN

Drehbuch, Regie und Produktion Álvaro Brechner;
mit Héctor Noguera, Néstor Guzzini, Rolf Becker ed alt.
Verleih trigon-film
Uruguay 2014, 98 Minuten
Originalfassung, Spanisch; Untertitel Deutsch/Französisch

Über den Film

Jacobo ist ein Mann, wie es ihn häufig gibt. Hoffnungsfroh als Junge ins Leben geschickt und unversehens ins Alter gekommen. Was, fragt sich Jacobo Kaplan irgendwann nach seinem 70. Lebensjahr, was habe ich eigentlich getan, woran die Nachwelt sich erinnern könnte? Besonders an seiner Biografie ist nur, dass er als Kind jüdischer Eltern vor Nazideutschland fliehen musste. Als Señor Kaplan ist er in Montevideo gestrandet, am südlichen Zipfel des lateinamerikanischen Kontinents, hat hier gearbeitet, Familie gegründet und ist alt geworden. Nun aber will er doch noch etwas Aussergewöhnliches zustande bringen. Als er von einem Deutschen erfährt, den die Jungen Nazi nennen, hat er seine Mission gefunden. Diesen vermeintlichen Kriegsverbrecher will Mr. Kaplan nun entführen und einem Gericht übergeben. Assistiert wird er dabei von Wilson, einem entlassenen Polizisten, der sein Lebensziel verloren hat. «Es ist ein Vergnügen, den beiden in ihrem tollpatschigen Versuch, Geschichte zu schreiben, zuzuschauen» (Walter Ruggle trigon).

Über diese Seite

Kino aus der jüdischen Welt