Bisher bei Seret: GAINSBOURG

Mittwoch, 29.Oktober 2014, 19.30 Uhr

Bild aus dem Film

ICZ Gemeindezentrum, Lavaterstrasse 33, 8002 Zürich
CHF 15.- / Mitglieder, Legi CHF 10.-

GAINSBOURG – DER MANN, DER DIE FRAUEN LIEBTE,
EIN FILM VON JOANN SFAR


Joann Sfar, 1971 in Nizza geboren, ist Comiczeichner und Filmregisseur. Er studierte Philosophie an der Universität in Nizza und erlangte darin einen Magisterabschluss, bevor er an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris Kunst studierte. In «Die Katze des Rabbiners» thematisiert Sfar, selbst Jude, das Judentum im Maghreb. 2010 gab er mit «Gainsbourg – der Mann, der die Frauen liebte» sein Spielfilmdebüt als Regisseur und Drehbuchautor. Die Biografie über Serge Gainsbourg wurde gleich mit acht Césars nominiert und mit drei Césars ausgezeichnet: bestes Erstlingswerk, bester Hauptdarsteller (Éric Elmnosnino) und bester Schnitt.

Programm

19.00 TICKETVERKAUF IM FOYER

19.30 GAINSBOURG – DER MANN, DER DIE FRAUEN LIEBTE,
EIN FILM VON JOANN SFAR

mit Éric Elmosnino, Lucy Gordon, Laetitia Casta,
Anna Mouglalis, Sara Forestier
Frankreich 2010 / 130 Minuten

21.45 ENDE

Filmkritik

Serge Gainsbourg (eigentlich Lucien Ginsburg) ist das eher hässliche Kind des jüdischen Barpianisten, den der Vater zum Musikunterricht zwingt. Dabei sind die grossen Leidenschaften des Knaben eigentlich die Malerei und – die Mädchen. Durch seinen Charme und seinen vorlauten Witz schafft er es, auch die Sympathien von viel älteren Mädchen zu erhaschen. Doch die Zeiten im von den Nazis besetzen Frankreich sind hart. Und so muss sich Serge nicht nur physisch im Waisenhaus und im Wald verstecken, sondern auch im Geiste, wo er seine Fantasiewelt mit den schönsten Frauen füllt, die er kennt. Eine imaginäre Figur, eine Art Alter Ego «La gueule – die Fresse» begleitet ihn seit Kindestagen. Serge wird Zeichenlehrer und eifert mit grossem Ehrgeiz seinem Idol Salvador Dalí nach. Schliesslich überzeugt ihn «La gueule» mit der Malerei aufzuhören und sich der Musik zu widmen, da das Geld eher durch Musik verdient werden kann.

Regisseur Joann Sfar lässt den Liedern von Gainsbourg genügend Raum und natürlich kommen auch Gainsbourgs Frauen-Geschichten, von Brigitte Bardot (Laetitia Casta) über Jane Birkin (Lucy Gordon) nicht zu kurz.

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Kino aus der jüdischen Welt