Bisher bei Seret: Ende der Schonzeit

Mittwoch, 5. Februar 2014, 19.30 Uhr

Szene aus dem Film

ICZ Gemeindezentrum, Lavaterstrasse 33, 8002 Zürich, Gemeindesaal
CHF 15.- / Mitglieder 10.-

ENDE DER SCHONZEIT – EIN FILM VON FRANZISKA SCHLOTTERER


Der Film ist ein eindrucksvolles Kinodebüt um Moral und Schuld. Regisseurin Franziska Schlotterer zeigt in ihrem aufrüttelnden Film die Auswirkungen politischer und gesellschaftlicher Machtstrukturen auf das Leben und Denken des Einzelnen. Dabei überträgt sie diese bildgewaltig auf die Verhältnisse innerhalb einer eng verbundenen Dorfgemeinschaft und eines abgelegenen Bauernhofs. Inwiefern können ungleiche Machtverhältnisse und Abhängigkeiten einen Menschen, der eigentlich eine klare Vorstellung von Gut und Böse hat, korrumpieren. Der Film entstand als deutsch-israelische Koproduktion. Gedreht wurde auf einem Bauernhof im Schwarzwald und im Kibbuz Ruhama in der Nähe von Be'er Scheva. Der Film wurde an zahlreichen Festivals in Europa, Amerika und Israel vorgeführt.

Programm

19.00 TICKETVERKAUF IM FOYER

19.30 ENDE DER SCHONZEIT

Spielfilm
Deutschland/Israel 2012, 98 Minuten
Deutsche Originalfassung
Regie Franziska Schlotterer

21.15 ENDE

Filmkritik

Ein abgelegener Bauernhof im Schwarzwald 1942. Emma und Fritz sind seit zehn Jahren verheiratet. Die wortkarge, aber gut eingespielte Ehe überschattet der bisher unerfüllte Wunsch nach einem Stammhalter für den Hof, was innerhalb der Dorfgemeinschaft bereits zu Gerede führt. Eines Abends entdeckt Fritz beim Wildern den Juden Albert im Unterholz und bietet ihm kurzerhand ein Nachtlager in der Scheune an. Gegen Emmas Willen schlägt Fritz Albert vor, ihm auf dem Hof Unterschlupf zu gewähren. Im Gegenzug soll Albert dem Bauernehepaar bei der täglichen harten Arbeit unter die Arme greifen. Fritz findet zunehmend Gefallen an dem Flüchtling, dem er, anders als Emma, vorurteilsfrei begegnet. Die sich langsam entwickelnde Männerfreundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als Fritz den jungen Mann um einen besonderen Gefallen bittet. Albert soll an seiner Stelle mit Emma ein Kind zeugen. Unter zunehmenden Druck stimmt Albert schließlich zu, Emma wird die Wahl gar nicht erst gelassen. Aus dem technischen Begattungsvorgang entwickeln sich ungeahnte Gefühle: Emma entdeckt zum ersten Mal in ihrem Leben die Leidenschaft, Fritz die Eifersucht und Albert die Willkür. Als sich die Schwangerschaft nicht sofort einstellt, wird das Arrangement zur Zerreissprobe für alle Beteiligten...

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Kino aus der jüdischen Welt