Bisher bei Seret: Brothers

Mittwoch, 20. November 2013, 19.30 Uhr

Szene aus dem Film

ICZ Gemeindezentrum, Lavaterstrasse 33, 8002 Zürich
CHF 15.- / Mitglieder, Legi 10.-

BROTHERS – EIN FILM VON IGAAL NIDDAM


Igaal Niddam, geb. 1938, ist ein schweizerischer Filmemacher. Er lebte zuerst in Israel, liess sich dort zum Kameramann ausbilden und arbeitete in der Folge, auch als Regisseur und Drehbuchautor, für Film und Fernsehen. 1964 kam Niddam in die Schweiz zur Télévision de la Suisse Romande, heute RTS, wo er jahrlang als Regisseur tätig war und zahlreiche Filme und Serien realisierte. Der 2008 entstandene Film «Brothers» wurde vom Westschweizer Fernsehen ko-produziert. Am Filmfestival in Biarritz verlieh die Jury unter dem tschechischen Altmeister Jiri Menzel 2009 den beiden Hauptdarstellern Orna Fitoussi und Baruch Brener Gold für ihre Leistung und am Genfer Festival de Tous Ecrans wurde der Film 2008 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Programm

19.00 TICKETVERKAUF IM FOYER

19.30 BROTHERS

ein Film von Igaal Niddam
Buch: Igaal Niddam, David Belhassen, Roy Katsiri
Schweiz 2008 / 113 Minuten / ab 10 Jahren
Hebräisch, Spanisch / Deutsche Untertitel

Anschliessend
GESPRÄCH MIT DEM REGISSEUR IN FRANZÖSISCHER SPRACHE MIT DEUTSCHER SIMULTANÜBERSETZUNG.

22.15 ENDE

Filmkritik

Zwei Brüder, die in Argentinien zur Zeit der Militärdiktatur aufgewachsen sind, finden sich nach Jahren der Trennung in Israel wieder. Aharon, gespielt von Baruch Brener, der im Film wie im realen Leben als Rabbiner wirkt, kommt aus den USA nach Israel, um als juristisch ausgewiesener Experte einer Jeschiwa zu ihrem, wie sie meint, selbstverständlichen Recht zu verhelfen: Es geht darum, dass Jeschiwa-Studenten möglichst nicht ins Militär eingezogen werden. In Israel trifft sich Aharon mit seinem Bruder Dan (Micha Selectar), einem areligiös lebenden Kibbutznik. Sie haben es schwer miteinander. Noch schwieriger aber gestaltet sich die Aufgabe Aharons. Seine Gegenspielerin vor Gericht ist die alerte und hübsche Klägerin Shelly (Orna Fitoussi). Der Film macht auf eindringliche Weise deutlich, wie der Streit zwischen ultareligiösen und sekularen Israels das Land spaltet und zu einer ernsten Bedrohung für den Zusammenhalt der Gesellschaft geworden ist.

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Kino aus der jüdischen Welt