Bisher bei Seret: IM HIMMEL UNTER DER ERDE UND DIE RAPOPORTS

Sonntag, 14. April 2013, ab 16.30 Uhr

Poster von HACHOV (The Debt)

ICZ Gemeindezentrum, Lavaterstrasse 33, 8002 Zürich, Gemeindesaal
CHF 25.- / Mitglieder, Legi 20.-

JÜDISCHES LEBEN IN BERLIN
EIN FILMABEND – IN ANWESENHEIT DER FILMEMACHERIN
BRITTA WAUER


Britta Wauer, geboren 1974 in Berlin, zählt zu den renommiertesten Filmemacherinnen ihrer Generation. Seit mehr als zehn Jahren realisiert sie erfolgreich Dokumentarfilme und stellt dabei eine erstaunliche Tiefgründigkeit gepaart mit Leichtigkeit und Humor unter Beweis. Für den bereits in ihrer Studienzeit an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin gedrehten Film «Heldentod» (2001) erhielt sie im gleichen Jahr den deutschen Fernsehpreis und für «Die Rapoports» (2003), im Jahre 2005 den Grimme-Preis. Mit den zwei grossen, künstlerischen Dokumentarfilmen «Gerdas Schweigen» (2008) und «Im Himmel unter der Erde» (2011), Publikumspreis an der Berlinale 2011, ist Britta Wauer in den vergangenen Jahren erfolgreich in die Liga namhafter Filmemacher gerückt.


Programm

16.30 IM HIMMEL UNTER DER ERDE – DER JÜDISCHE FRIEDHOF WEISSENSEE

Dokumentarfilm / Deutschland 2011 / 90 Minuten / Deutsche Originalfassung / Regie und Produktion Britta Wauer
Im Norden Berlins, versteckt in einem Wohngebiet, bedeckt von einem Urwald aus Bäumen, Rhododendron und Efeu liegt der Jüdische Friedhof Weissensee. Mit mehr als 115 000 Grabstellen ist es der grösste jüdische Friedhof Europas, auf dem noch immer bestattet wird. Weissensee ist ein Märchenwald inmitten der deutschen Hauptstadt und ein höchst lebendiger Ort: Argentinische Familien suchen nach dem Grab ihrer Vorfahren, Restauratoren bemalen Gräber mit funkelnden Davidsternen, während der Greifvogelexperte den Nachwuchs der Habichte zählt. Dass ein Friedhofsfilm heiter, komisch, lebendig und dennoch respektvoll sein kann, gehört zu den grössten Überraschungen der Berlinale 2011. Der Film begeistert Zuschauer auf unzähligen Festivals weltweit.

18.15 Gespräch mit Regisseurin Britta Wauer / Moderation Klara Landau

19.00 Pause mit Verpflegungsmöglichkeit

20.00 DIE RAPOPORTS – UNSERE DREI LEBEN

Dokumentarfilm / Deutschland 2003 / 58 Minuten / Deutsche Originalfassung / Regie Britta Wauer und Sissi Hüetlin / Produktion Tanja Ziegler
Als Juden entkamen sie den Nazis, als Wissenschaftler wurden sie berühmt in den USA, als Kommunisten mussten sie vor McCarthy flüchten – in der DDR fand das Ehepaar Inge und Mitja Rapoport seine dritte Heimat. Sie gilt als Begründerin der Neugeborenenheilkunde der DDR, er ist einer der brillantesten Biochemiker unserer Zeit. Die beiden über 90-jährigen blicken zurück auf die historische Achterbahn des 20. Jahrhundert und ihr Leben als Grenzgänger zwischen den politischen Systemen. «Die Rapoports – Unsere drei Leben» ist ein Film über zwei warmherzige Wissenschaftler mit streitbaren Ansichten. Der Film erzählt auch von einer grossen Liebe zwischen zwei Menschen, die in ihrem hohen Alter wirkten, als seien sie noch immer frisch verliebt.

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Kino aus der jüdischen Welt