Bisher bei Seret: Nina's TragediesA very sad comedy

Mittwoch 23. Januar 2013, 19.30 Uhr

Close-up von Ayelet Zurer

ICZ Gemeindezentrum Lavaterstrasse 33, 8002 Zürich, Gemeindesaal
CHF 15.- / Mitglieder, Legi 10.-

NINA'S TRAGEDIES / HA-ASONOT SCHEL NINA
REGIE: SAVI GAVIZON
MIT AYELET ZURER, AVIV ELKABETH, YORAM HATTAB UND
ALON ABOUTBOUL


«Ophir» heisst die Trophäe, die jährlich von der Israelischen Akademie für Film und Fernsehen verliehen wird. Insgesamt 11 solcher Trophäen gingen an «Nina's Tragedies», zwei davon an Savi Gavison persönlich, für Regie und Drehbuch. Savi Gavizon ist in Haifa geboren und aufgewachsen. Er besuchte an der Universität von Tel Aviv die Schule für Film und Fernsehen. 1990 schloss er ab und realisierte in der Folge mehrere herausragende Spielfilme. Seit 2004 fokussiert er seine Tätigkeit auf Produktionen des israelischen Fernsehens, u.a. als Regisseur und Co-Autor der Serie «Lost and Found». An seiner alma mater, bzw. an der Universität von Tel Aviv, gibt er Kurse im Schreiben von Drehbüchern und Realisieren von Filmen.


Programm

19.00 Ticketverkauf im Foyer

19.30 NINA'S TRAGEDIES

ein Film von Savi Gavizon
Israel 2004 / 107 Minuten / ab 16 Jahren
Hebräisch mit englischen Untertiteln

21.30 Ende

Filmkritik

Nadav (Aviv Elkabeth), ein ca. 14-jähriger Junge, lebt in einer Familie, die zerrissen und meschugge ist. Nadavs Mutter leitet ein erfolgreiches Unternehmen in der Modebranche; sein Vater, ein Baal Tschuwa, hat die Familie verlassen und fährt mit einer Gruppe von Charedim missionierend durch die Gegend. Zusammen mit einem erwachsenen Freund beobachtet Nadav des Nachts das (Liebes-) Treiben seiner Angehörigen. Insbesondere seiner attraktiven Tante Nina (Ayelet Zurer), in die er unsterblich verliebt ist, spioniert er nach. Als Ninas Mann einem Anschlag zum Opfer fällt, wird sie in einen Strudel sich widersprechender Gefühle gezogen; obwohl verzehrt vor Sehnsucht nach dem Verstorbenen, geht sie eine andere Beziehung ein. Es schmerzt den Jungen, er ist enttäuscht und eifersüchtig. In einem Tagebuch hält er mit unbestechlichem Blick alles fest. «Nina's Tragedies» ist ein Film über irre Familiengeschichten und gleichzeitig die coming-of-age Story eines jungen, sensiblen Menschen – eine traurige Komödie, mit einem sehr versöhnlichen Ende – mehr sei hier nicht verraten.

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