Bisher bei Seret: A Touch Away– Merchak Negia

Mittwoch, 23. Mai 2012, ab 18.30 Uhr

Nahaufnahme der beiden Hauptdarsteller. Sie umarmen sich.

ICZ Gemeindezentrum Lavaterstrasse 33, 8002 Zürich, Gemeindesaal
CHF 15.- / Mitglieder 10.-

Ein Liebesdrama mit Henry David (Zorik), Gaya Traub (Rochele) u.a.m.


Der Film erzählt die Liebesgeschichte zweier junger israelischer Menschen, deren Herkunft und Milieu unterschiedlicher nicht sein könnte. Er ein sekulärer junger Mann, sie ein Mädchen aus ultraorthodoxem Haus. Der Film wurde erstmals 2006 am Haifa Filmfestival gezeigt und anschliessend im israelischen Fernsehen (in Form von acht Minifolgen à 30 Minuten), wo er Zuschauerrekorde brach. Er lief an Festivals in Nordamerika, in Brasilien, China, Frankreich und Österreich und gewann zahlreiche Preise.


Seret zeigt den Film in gekürzter ca. dreistündiger Version.

Programm

18.30 Ticketverkauf im Foyer

19.00 A TOUCH AWAY – MERCHAK NEGIA

Regie: Ron Ninio
Israel 2006, ca. 180 Minuten (mit kurzer Pause)
Hebräisch/Russisch/Jiddisch
Englische Untertitel

22.30 Ende

Filmkritik

«En lanu erez acheret» (Wir haben kein anderes Land) – diese Aussage zu Beginn des Films weist schon auf die ganze Problematik hin, die sich den Juden stellt. Wir, die Juden haben nur EIN Land, wo auch immer wir leben. Doch religiöse Intoleranz erschwert den Menschen in Israel das Zusammenleben je länger je mehr. Der Film zeigt die Probleme auf individueller Ebene, in Form einer Liebesgeschichte: Zorik Mintz ist als ganz junger Mann aus Russland nach Israel eingewandert, hat den obligatorischen dreijährigen Militärdienst absolviert und sich auf die Suche nach einer Wohnung gemacht, damit auch seine noch in Russland weilenden Eltern und seine Schwester in Israel eine Bleibe finden. Gefunden hat er die Wohnung in Bne Brak. Seine neuen Nachbarn: die ultraorthodoxe Familie Berman, in deren Tochter Rochele er sich verliebt und sie sich ihn. Zoriks Familie musste vieles in Russland aufgeben als sie sich für eine Alija entschiede, doch in Bne Brak werden sie und Zorik als Fremde wahrgenommen. Die Liebesgeschichte zwischen Zorik und Rochele ist nicht nur eine private Angelegenheit zwischen zwei Familien, als nicht einfach eine Romeo und Julia Story - vielmehr lässt der Hintergrund der Geschichte den Zuschauer die ganze Zerrissenheit der israelischen Gesellschaft spüren.

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Kino aus der jüdischen Welt