Bisher bei Seret: DANI LEVY

Mittwoch, 9. Februar 2011, 19.30 Uhr

Bild Dani Levy

ICZ-Gemeindezentrum Lavaterstrasse 33, 8002 Zürich, Grosser Saal
CHF 25.- / Mitglieder 15.-

DIE GEGENWART DER VERGANGENHEIT

Ein Filmabend – in Anwesenheit von Dani Levy

Dani Levy, geboren 1957 in Basel. Seit 1977 Theater- arbeit, die er auch nach dem Umzug nach Berlin 1980 fortsetzte. 1986 legte er mit «Du mich auch» (1986) sein Regiedebüt vor. Es folgten «RobbyKallePaul» (1989, Publikumspreis des Festivals Max Ophüls) und «I was on Mars» (1991, FIPRESCI-Preis San Sebastián). 1996 lief «Stille Nacht» – der erste Film unter dem Dach der von Levy mitgegründeten X Filme Creative Pool (Tom Tykwer, Stefan Arndt, Wolfgang Becker) – im Wettbewerb der Berlinale. In der Folgezeit drehte Levy u.a. «Meschugge» (1998, u.a. Bayerischer Filmpreis), «Alles auf Zucker!» (2005, u.a. Deutscher Filmpreis), «Mein Führer» (2007) sowie zuletzt «Das Leben ist zu lang».

Programm

19.30
JOSHUA, Kurzfilm von Dani Levy
Deutschland 2009, 12 Min., deutsch

MESCHUGGE, Dani Levy
Deutschland 1998, 107 Min., deutsche Synchronfassung

Filmkritik

Er wurde auch schon als der neue Lubitsch des deutschen Kinos bezeichnet: Dani Levy. Seine ersten Filme, darunter die Komödie «Du mich auch», wurden in den 1980er Jahren Kult, später überzeugte er auch mit Dramen, und kürzlich war sein neuer Spielfilm «Das Leben ist zu lang» in den Kinos zu sehen. An einem dem Schweizer Filmemacher und seinem bisherigen filmischen Werk gewidmeten Abend zeigt der jüdische Filmclub Seret zwei Filme, welche die stilistische und thematische Breite von Levys Schaffen auf- zeigen: den Thriller «Meschugge» und den neuen Kurzfilm «Joshua». Letzteren drehte Dani Levy als seinen Beitrag – aus seiner eigenen jüdischen Perspektive – zum Gemein- schafts-Filmprojekt «Deutschland 09. 13 kurze Filme zur Lage der Nation», dessen Uraufführung an der Berlinale stattfand. Der spannende Spielfilm «Meschugge», der u.a. in New York spielt, erzählt von den Schatten der Vergan- genheit, welche die junge Liebe zwischen der deutschen Jüdin Lena Katz (Maria Schrader) und David Fish (Dani Levy) einholen. Hin- und hergerissen zwischen ihren Gefüh- len und der Angst vor der Wahrheit, erfahren sie schliess- lich, was ihre Familien auf tragische und schicksalhafte Weise miteinander verbindet.

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Kino aus der jüdischen Welt